28 Juni Stabwechsel beim Markgröninger Herzsport
Stabwechsel beim Markgröninger Herzsport
Die Zeit geht auch am Markgröninger Herzsport nicht spurlos vorbei: Dr. Günter Prade gibt nach 37 Jahren altershalber seine Funktionen als Gruppenarzt und als Vorsitzender der Abteilung Herzsport des TVM an Jüngere weiter. Dr. Christina Gruschwitz wird künftig die ärztlichen Aufgaben übernehmen, Dr. Peter Steuer die des Abteilungsleiters. Herbert Denkert wird sich darum kümmern, dass die Herzsportler auch neben dem Sport gelegentlich etwas gemeinsam unternehmen. Die Kasse bleibt in den bewährten Händen von Herbert Labitzke. Auch Werner Simon, lange Jahre stellvertretender Abteilungsleiter, gibt sein Amt altershalber ab.
Dr. Prade hat schon sehr früh erkannt, dass Herzkranke sich nicht übermäßig schonen, sondern im Gegenteil bei Sport und Gymnastik sich bewegen und maßvoll fordern sollten – am besten unter ärztlicher Aufsicht. Dabei sollten auch die sozialen Kontakte unter den Betroffenen gepflegt werden. Mit diesem Konzept hat er im Jahr 1989 zusammen mit seinem Kollegen Dr. Horst Löhlein und Margit Lotterbach als erster Trainerin die Herzsportgruppe im TV Markgröningen ins Leben gerufen und seither geleitet.
Der erste Übungsabend fand am Buß- und Bettag im November 1989 statt. Seither wurde jede Woche zwei Mal mit Dauerlauf, Gymnastik, Volleyball und viel Lachen die Herzen der Teilnehmer trainiert. Eine längere Pause gab es nur in der Corona-Zeit. Im Lauf der Jahre dürften so sicher 3000 Abende zusammen gekommen sein, bei denen Dr. Prade als Arzt dabei war – das soll erst mal einer nachmachen! Er gab auch immer wieder Anregungen zu den vielen außersportlichen Aktivitäten der Gruppe, die er stets begleitete: Ausgeh-Abende, kleine und große Feste, Frühjahrs- und Herbstwanderungen. Schließlich organisierte er jedes Jahr ein Reanimationstraining und bereicherte es mit interessanten Referaten.
Die Abteilung Herzsport des TVM bedankt sich bei Dr. Prade für sein ganz außerordentliches Engagement in den vergangenen 37 Jahren und freut sich, dass er auch weiterhin an den Übungsabenden der Gruppe teilnehmen wird – aber eben „nur“ als Sportler.
